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Die Geschichte des Kaffees und des Kakaos!
Wir schreiben das Jahr 1683 und der Grand Vizier Kara
Mustafa Pasha steht mit seinem Heer vor Wien, um es zu erobern. Im Lager wird
ein dunkles Getränk gebraut. Braune Bohnen werden gemahlen und dann aufgekocht.
Es schmeckt bitter und bringt den Puls auf 180, als hätte man sich mit seinem
Liebespartner gestritten oder sei schnell, ohne sich vorher aufgewärmt zu
haben, 100 Meter in vollem Tempo gerannt.
Monate später, als die Türken ihre Pläne, Wien einzunehmen,
aufgeben mussten und ihr Feldlager verlassen hatten, findet man ein paar
Säcke mit diesen Bohnen und ein entflohener Sklave erklärt, wie man es
zubereitet und trinkt. Nach dem ersten Schluck spuken viele es aus, andere
verziehen das Gesicht. Aber schon einige Jahre darauf werden immer größere
Mengen davon eingeführt. Die Türken hatten das schwarze Gebräu von den
arabischen Nomaden übernommen und es gehörte schon jahrhundertelang zum
täglichen Leben.
In Europa war das anders. Während die Armen in ihren
Bier- und Weinkellern blieben, weil es teuer, und anfangs nur für reiche
bestimmt war, saßen die zweiten auf Terrassen und in Gärten und ließen sich
dabei von ein bisschen Musik vergnügen, die zuerst von einem Kammerorchester
oder von Solisten vorgetragen wurde. Danach schrieben berühmte Komponisten,
wie Bach Klavierstücke für zwei- oder vier Hände oder Cantaten speziell für
diese Caféhäuser.
In der Kaffee-Cantate von Bach zum Beispiel geht es
darum, dass es den Frauen verboten war Kaffee zu trinken. Aber warum sollte,
was den Männern erlaubt war, für Frauen tabu sein. Die junge Dame in diesem
kleinen Lustspiel liebt Kaffee, was der Vater mit missbilligenden Augen
betrachtet, worauf er seiner Tochter droht, sie dürfe nicht heiraten, sollte
sie sich weiterhin diesem Vergnügen hingeben. Zum Schein sagt die Listige dem
braunen Gebräu ab, weil sie nämlich schon ihren Liebsten gefunden hatte, der
es ihr nicht genehmigt. Vielleicht war Bach der erste Feminist!
Tatsache ist, dass der Kaffeeverbrauch ständig stieg. Das
größte Problem war, dass man ihn gerade bei seinem größten Feinde, dem Türken
erstehen musste. Auch die Engländer und Spanier witterten hier ihr großes
Geschäft und begannen in ihren überseeischen Provinzen, in Afrika und
Südamerika die Pflanze anzubauen. Die gleiche Nase für das Geschäft bewegte
die Engländer dazu, den aus Südamerika kommenden Kakao nach Afrika zu
bringen. Heute ist der Kakao aus Afrika berühmter, als der aus seinem
Heimatkontinent. Aber während die Kleinbauern dort in ihrem Garten nicht
einmal ein bisschen Weizen zum Essen haben, Kaffee kann man leider nicht
essen und er hat keinen großen Nährwert, sind sie dem kontrollierten Spiel
der Welt-Konzerne und –Mächte ausgeliefert, die ihnen nicht gerade
vorteilhafte Kredite geben und dabei aufpassen, dass die Kleinbauern aus
dieser Schuldspirale nicht herauskommen.
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Else
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Else
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Else
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Else
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Else
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A kávé és kakaó története!
Freitag, 14. November 2014
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